Donnerstag, 30. April 2009

Art Brut - Art Brut vs Satan


Eines Vorweg: Ich habe die ersten beiden Alben von Art Brut nicht gehört, ich kann also keine Vergleiche zu alten Alben ziehen.

Art Brut machen rotzigen, tanzbaren Indie Rock, der mich ein bisschen an Los Campesinos! erinnern, vor allem der eher gesprochen bzw. geschriene Gesang mit britischem Akzent.
Fast jeder Song baut auf einer ziemlich eingängigen Gitarren Hook auf, die einen zum sich rhytmischen mitbewegen (bei manchen tanzen genannt) und auf der Luftgitarre spielen bringt.
Zu den Songs:
Der erste Song "Alcoholics Unanimous" zeigt bereits was einen auf den Rest des Albums erwartet. Musik die nach vorne geht und Mitgröhl-Refrains. So gehts auch beim nächsten Song "DC Comics And Chocolate Milkshake" weiter, dessen Titel allein schon verrät, dass die Texten von Art Brut eher pubertär sind.
Den nächsten beiden Liedern fehlt das, was die ersten beiden hatten: Prägnante Refrains und Gitarrenriffs. Das waren dann aber auch die einzigen Songs die nicht ganz so Partytauglich sind. Dafür werden in "Am I Normal?" im Refrain die Rolling Stones zitiert: "I can't get no Satisfaction".
In "What A Rush" gehts dann wieder etwas bergauf und die Catchphrase thematisiert auch hier wieder die Musiklegenden unserer Eltern:
"You like the Beatles and I like the Stones
But those are just records our parents owned"
"Demons Out!" ist wohl der Titelsong des Albums. In der Mitte der Playlist und mit einem Statement an "the record buying public":
How am I supposed to sleep at night when no one likes the music we write?
Record buying public, we hate them
This is Art Brut vs. Satan
Don't worry, we can take 'em!

Und so geht es weiter. Bei "Twist and Shout" wird noch zwei Songs vor Schluss der Nicht-Gesang mit einem äußerst schiefen "Lalala" auf die spitze getrieben, bis dann in "Mysterious Bruises" in über sieben Minuten das Ende hinausgezögert wird.

Mittwoch, 22. April 2009

Konzertbericht: Muff Potter - 21.04.09 Werkstatt Köln

Ich bin eigentlich schon seit dem 2005 erschienenen Album "Von Wegen" Muff Potter Fan und spätestens seit "Steady Fremdkörper" (2007) ist Muff Ptter für mich die beste deutschsprachige Band.
Trotzdem war ich gestern auf meinem ersten Muff Potter Konzert und seit dem liebe ich diese Band noch mehr.
Ich habe auch mal wieder einen neuen Club gesehen. Die Werkstatt ist klein und im Gegensatz zum Musikbunker in Aachen auch sympathisch.

Um 21 Uhr fing die Vor"band" an, die Chinaski Jugend. Die bestand aus einem rundlichen und äußerst sympathischen Typen und seiner Akkustikgitarre. Der Typ hieß Nicholas Müller und ist wahrscheinlich manchen als Kopf von Jupiter Jones bekannt.
Die Musik war ruhig und wohlig einschläfernd (erst recht bei der Wärme, die in der Werkstatt herrschte) doch den Kölnern hats gefallen und es gab sogar einen Song als Zugabe.

Nach dem Voract und einer kurzen Pause gingen kurz vor zehn die Lichter aus, das Intro erklang und die Bühne wurde in Kunstnebel gehüllt.
Das es überhaupt so ein Intro gab hätte ich schon nicht erwartet.
Genauso wenig erwartet habe ich die Reaktion des Publikums beim ersten Song, "Born Blöd".
Anstatt abzugehen like Hell, standen die meisten nur ruhig da, scheinbar noch zu stark eingelullt von der Chinaski Jugend, applaudierten aber am Ende euphorisch.
Dann schien das Eis gebrochen es wurde endlich getanzt.
Die Band war gut drauf, das Publikum war gut drauf und da eigentlich fast jeder Song von Muff Potter super ist, gab es keine Zeit sich vom Pogen und/oder Mitsingen zu erhohlen.

Um viertel vor zwölf erklang der letzte Ton und ich fuhr (mal wieder) zufrieden nach Hause und freute mich auf eine Dusche und frische Klamotten.

Montag, 30. März 2009

Konzertbericht: Streetlight Manifesto - 29.03.09 Musikbunker Aachen

Gestern Abend war ich nach langer Zeit mal wieder alleine auf einem Konzert. Sonst schenke ich immer meinem Bruder eine Karte, damit ich nicht alleine gehen muss.

Das das mein erstes Konzert im Musikbunker in Aaachen war, hatte ich ein bisschen Schiss, dass ich den Weg nicht finden würde.
Aber nach 20 Minuten Fußweg (bei dem ich mich nur einmal ein wenig Verlaufen hab) und einer Runde um den Bunker um den Eingang zu finden war ich dann drinn.
Der Raum in dem die ziemlich kleine Bühne stand, war ebenfalls ziemlich klein. Ich war bisher bei vielleicht zwei Konzerten die an ähnlich kleien Locations stattfanden: Dendemann im Stadtgarten Köln (ausverkauft) und Main Concept im kleinen Partyraum in der KuFa Krefeld (mal so gar nicht ausverkauft). Beides Hip-Hop Konzerte bei denen es halt nicht so abgeht (erst recht nicht, wenn nur ca. 60 Leute zu einem Konzert kommen).

Um 21 Uhr begann die Vorband "Dawsons Crack", die nach eigenen Aussagen "Skacore" machen. Nach 20 Minuten soliden Skas aus Schwalmtal und weiteren 20 Minuten Umbaus fingen dann endlich Streetlight Manifesto an zu spielen und eröffneten gleich mit "We will fall together". Es folgten viele andere tolle Songs zum Mitsingen und tanzen darunter natürlich auch das wunderbare "Point/Counterpoin" und eine langsame Version von NoFXs Linoleum. Als Zugabe gabs dann noch "Somewhere in the Between" bevor es dann gegen halb 12 völlig durchgeschwitzt, aber glücklich nach Hause ging.

Samstag, 28. März 2009

RAC!

Wer nur im geringsten was mit elektronischer Musik anfangen kann, sollte sich mal anhören was RAC (Remix Artist Collective) zu bieten hat. Wie der Name schon sagt, machen die Jungs Remixe.
Bei fairtilizer gibts die Sachen zu hören.

Sehr empfehlenswert für alle Nerds ist die Nintendo Vs Sega EP:

Samstag, 14. Februar 2009

Mando Diao - Give Me Fire


Herzlich Wilkommen zu meinem ersten richtigen Beitrag hier, in dem ich nun meine wirren Gedanken zum neuen Mando Diao Album verkünden werde.
Ich hab mir das Album jetzt noch nicht so häufig angehört, darum kann es sein das sich meine Meinung darüber noch ändert.
Um meine Gedanken etwas zu ordnen werde ich meine Meinung Track-by-Track niederschreiben:

1. Blue Lining White Trenchcoat
Ein eher langweilliger Opener, der noch nicht die versprochene tanzbarkeit bringt. Aber ansonsten ein solider Mando Diao Song, der sich nicht groß vom Durchschnitt der ersten beiden Platten abhebt

2. Dance with Somebody
Die Single dürfte wohl jeder kennen und es gibt auch nicht mehr viel dazu zu sagen. Discobeat, Funk und die daraus folgende Tanzbarkeit haben das Lied mit Recht an die Spitze der Charts gebracht.

3. Gloria
Und noch ein 70er Discosong. Nicht ganz so gut wie "Dance with Somebody" aber gut genug um sich einen Platz auf meinem iPod zu sichern.

4. High Heels
Ein langsamer Song mit stampfendem Beat und heulenden Gitarren und Synthies. Nicht so mein Ding.

5. Mean Street
Ein altes Klavier, eine Mundharmonika, die sich zum Glück im Hintergrund hält, und ein flotter Beat erinnern an Musik der 70er. Gefällt mir.

6. Maybe Just Sad
Wieder ein eher traditioneller Mando Diao Song, der aber irgendwie trotzdem genau auf dieses und kein anderes ihrer Alben passt. Durchschnitt.

7. A Decent Life
Ein extrem langsames Instrumental das wohl sowas wie das Intro zum nächsten Song sein soll. Dauert zum Glück nur 1:45

8. Give Me Fire
Hier gilt das gleiche wie für "Maybe just Sad", nur dass der Song etwas flotter und eingängiger und dadurch für mich besser ist. Mit kleinem Streicher Solo in der Mitte und einem Klavier Outro.

9. Crystal
Vogelgezwitscher... Wenn ich ruhige Musik hören will hör ich nicht Mando Diao, dafür haben die einfach zu unhamonische Stimmen.

10. Come On Come On
Könnte Live ganz gut werden, wie der Titel schon erahnen lässt (mitsingen und so). Auf dem Album eher Durchschnitt.

11. Go out tonight
Ein etwas flotterer Song, der aber nicht an "Dance with Somebody" oder "Gloria" herankommt.

12. You got nothing on me
Ein solider, klassischer und rockiger Mando Diao Song. Gehobener Durchschnitt :P

13. The Shining
Wenn Trompeten die Melodie bestimmen, muss man die mitsingen und das ist gut.
"Baababababaaa" Eine Granate zum Schluss.

Fazit: Mando Diao waren für mich immer eine Band, die ganz gute aber nicht herausragende Musik machen. Daran ämdert auch dieses Album nichts.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Hello There

Um meiner Liebe zur Musik etwas ausdruck zu verleihen, starte ich hier einen neuen Blog, in dem ich meine Meinung zu aktueller und weniger aktuellen Musik kundtun werde.